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| Aias ist wieder zuhause |
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Aias der Große, der Held. Das war die Bedeutung des Namens.
Und so war er auch. Großartig.
Mein Beschützer, als ich nach Reinhard’s Tod schwach und hilflos war, der viele Jahre kaum jemanden bei mir duldete und zwei- und vierbeiner von mir fernhielt.
Bis zum Ende musste ich auf der Hut sein, denn ab und zu verfiel er ins alte Muster.
Er war auch grossartig beim Sport. Immer mit Begeisterung und Eifer dabei. Egal ob IPO, Fährte, Stöbern und zum Schluss Hoopers. Etwas machen zu dürfen war seine Leidenschaft. Und wenn es nur seine Physio Übungen waren.
Er konnte mit Bällen nichts anfangen. Er hat auch nie etwas kaputt gemacht, auch nicht sein Spielzeug. Nicht einmal Kartons, in denen Leckerchen für ihn waren, hat er angefasst. Die musste ich für ihn öffnen.
Immer achtsam mit allem umgegangen. Dafür wollte er Autos jagen, die im Kreisverkehr um uns herum fuhren.
Auch hat er die Wohnung gerne umdekoriert Wenn ich heimkomme bin lag oft der Teppich vom Bad im Wohnzimmer und der vom Flur im Bad….
Oder wenn er den Eiswagen mit seiner typischen Klingel hörte hat er immer geheult. Und wenn der Eiswagen fünfmal am Tag zu hören war, Aias musste fünfmal heulen.
Er war meist so unter Spannung, dass ein Hinterbein gezittert hat.
Wenn die Leine um seine Beine verheddert war machte er so lange , bis sie wieder richtig war.
Als Welpe hat er fremde Taschentücher aus jedem Gebüsch geholt. Und ich durfte die benutzen Taschentücher aus seinem Maul pulen….
Äpfel, Bananen und Kokos liebte er, mit dem Wort Apfel konnte ich ihn sogar rufen. Bei der ersten Melonenscheibe, die er bekam, hat er die Schale gegessen und das Fruchtfleisch liegen gelassen.
Sein Highlight war jedoch die Bewässerung auf den Feldern. Er rannte wie irre von einem Sprüher zum nächsten um in den Wasserstrahl zu schnappen. Schon wenn er von weitem das typische Geräusch der Sprenger hörte war er nicht mehr zu bremsen. Aber den, den ich extra für ihn gekauft und in den Garten gebracht habe, den verschmähte Aias.
Wenn ich Haare gewaschen habe oder Zähne putze war er immer zur Stelle und versuchte herabfallende Tropfen aufzuschnappen.
Kaum ein Misthaufen war vor ihm sicher, er musste immer raufklettern.
Da er einen starken Vorbiss hatte, schaute oft ein Fangzahn heraus. Hab dann immer gesagt: „räum deinen Zahn auf, so schaut dich doch kein Mädel an“.
Wir haben viel zusammen gemacht, Urlaub hier in Deutschland oder in Italien. Städtebesichtigung und schwimmen im Meer.
Sein Beuteschema bei anderen Hunden habe ich nie durchschaut. Manche mochte er, bei anderen war er total auf Krawall.
Gesundheitlich war auch alles okay. Zweimal mussten Epuliden entfernt werden.
Und dann…..
Dann kam mit acht Jahren eine furchtbare Tumor Operation. Aber die hat er gut weggesteckt.
Jedoch ein halbes Jahr später bekam er einen schlimmen Ausschlag am Kopf. Viele Medikamente mit schlimmen Nebenwirkungen.
Aber auch das hat er gepackt.
Leider entwickelte sich in dieser Zeit ein weiterer Tumor im Bauch.
Der war nicht zu behandeln.
Ein paar Wochen hat der Arzt gesagt.
Es wurden 15 Wochen und vier Tage.
Mein kleiner süßer Stinker, Herrles Rackl, nun bist du bei Amor, Eros und Herrle.
Grüße sie von mir. Wir sehen uns alle wieder.
Hoffentlich hat es dir bei mir gefallen.
Ich vermisse euch.
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