Arthrose
 

Da mein Amor ab seinem 9. Lebensjahr an Arthrose in  beiden Vorderfußgelenken litt, habe ich mich darüber genau informiert, wie ich ihm Erleichterung verschaffen kann. GSD war es nur bei Regenwetter oder wenn er im Wasser war. So war es, denke ich, erträglich.

 

 

Die Arthrose ist eine, am Anfang nicht entzündliche, degenerative Veränderung der Knorpel-und Knochenstruktur eines oder mehrerer Gelenke mit zunehmender Gelenkdeformation und Zerstörung.

Im Verlauf der Erkrankung kommt es zu einer Verschmälerung des Gelenkspaltes und schliesslich zum vollständigen Schwund der Knorpelschicht und damit auch der Stossdämpferfunktion.

Wie kann man nun ausser mit Medikamenten, den mit der Arthrose stets verbundenen Knorpelabbau beeinflussen? Hier spielen Knorpelschutzstoffe wie Glucosaminsulfat, Chondroitinsulfat, Kollagenhydrolysat, aber auch Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren eine wichtige Rolle.

Das Glucosaminsulfat, selbst Baustein des Knorpels und der Gelenkflüssigkeit, steigert die Knorpelbildung und hemmt eine weitere Knorpelzerstörung. Da das von aussen zugeführte Sulfat wichtig für die Knorpelbildung ist, sollte Glucosamin nicht als Chlorid, sondern als Sulfat zugeführt werden. So wird die knorpelschädigende Wirkung von entzündungshemmenden Schmerzmitteln mit der Reduktion von Sulfat erklärt. Glucosaminsulfat fördert die Knorpelneubildung, hemmt den Knochenabbau und wirkt zudem entzündungslindernd.

Ein weiterer wichtiger Knorpelschutzstoff ist das Chondroitinsulfat. Es findet sich in den Bindegeweben des Körpers wie Knorpel, Haut und Blutgefässen wieder. Es erhöht die Festigkeit und damit die Resistenz des Knorpels gegen Kompression. In mehreren Studien führte die Gabe von Chondroitinsulfat zu einer Verringerung von Gelenkschmerz, -erguss und-schwellung und zur Verbesserung der Beweglichkeit. Auch die röntgenologische Untersuchung bestätigte den positiven Einfluss von Chondroitinsulfat auf den Verlauf der Arthrose beim Menschen.

Das Knorpelgewebe unterliegt ständigen Auf- und Abbauprozessen. Für die Bildung von neuem Kollagen in der Knorpelmatrix ist daher auch die Zufuhr von Kollagenhydrolysat sinnvoll. Auch hier belegen Studien dessen lindernde Wirkung auf die Schmerzintensität, den Einfluss auf den Verbrauch von Schmerzmitteln und die Verbesserung der Beweglichkeit.

Die Wirkung der genannten Knorpelschutz-und Aufbaustoffe lässt sich noch durch das Hinzufügen von Mikronährstoffen wie die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien (Vitamin C ,E , und anderen), aber auch Mineralstoffen wie Calcium verbessern. Die Kunst liegt nun darin, all diese biologischen Bausteine in der richtigen Kombination und Dosierung über laengere Zeit zu verabreichen.

Die medikamentöse Therapie verfügt über eine Reihe von entzündungs- und schmerzhemmenden Substanzen (z.B. Phenylbutazon, Butasan oder Equipalazone, Meclofenaminsäure in Apirel oder Vedaprofen ) sowie von Stoffen zur Regeneration des Knorpels und der Gelenkschmiere (z.B. Hyaluronsäure, Glucosaminsulfat oder Chondroitinpolysulfat), die je nach Medikament über das Futter oder per Injektion intravenös, intramuskulär oder direkt in das Gelenk verabreicht werden.  Anlaß genug zu erwähnen, daß auch nicht alle der oben erwähnten Substanzen ohne Nebenwirkungen sind, insbesondere dann nicht, wenn sie wie gerade bei arthrotischen Veränderungen über einen längeren Zeitraum verabreicht werden müssen, so daß man vielleicht über Alternativen aus dem Bereich der Naturheilkunde nachdenken sollte. Dies gilt auch insbesondere dann, wenn man von einer Azidose aus Ausgangspunkt für eine Arthrose ausgeht, da saure Antiphlogistica oder gar Cortison als bekannter Kaliumräuber langfristig nur zur Verstärkung der Azidose beitragen. 

Naturheilkunde und Homöopathie stellen auch eine Reihe von wirksamen Substanzen zur Verfügung. Wichtig ist es hier, eine auf das jeweilige Tier ausgelegte Behandlung einzuschlagen. Es zeigt sich immer wieder, daß Tiere sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Substanzen ansprechen. Auf einige Substanzen aus dem Bereich der Naturheilkunde soll im folgenden eingegangen werden.

An erster Stelle ist hier das aus der neuseeländischen Grünlippmuschel (Perna canaliculus) gewonnene Konzentrat (Green Shell Mussel Powder, kurz GSM-Konzentrat) zu nennen, das in dreifacher Weise schützend, aufbauend, regenerierend und entzündungshemmend auf Gelenke wirkt:

1. durch den hohen Gehalt an Glukosaminglykanen (vor allem Chondroitinsulfate und Heparin)

Glukosaminglykane oder auch als Glykosaminoglykane bezeichnet (kurz GAGs) sind Aminozucker, die aus kettenförmig aneinandergereihten Einfachzuckermolekülen aufgebaut sind, an die Eiweiße, welche aus Aminosäuren bestehen, andocken. Glukosaminglykane sind ein natürlicher Bestandteile der Gelenkschmiere und der Gelenkknorpel. Die GAGs sorgen für eine gleichbleibende Konsistenz der Gelenkschmiere, indem sie Feuchtigkeit an sich binden und so dafür sorgen, daß die Gelenkschmiere nicht austrocknet. Die Gelenkschmiere wiederum stellt die GAGs der Knorpelschicht zum Aufbau und Regeneration zur Verfügung. Im intakten Gelenk unterliegen die GAGs einem ständigen Ab- und Aufbauprozeß, der sich die Waage hält. Fehlbelastungen, Überbeanspruchungen, Gelenkentzündungen und Nährstoffdefizite können dieses Gleichgewicht nachhaltig stören, so daß mehr Glukosaminglykane ab- als aufgebaut werden. Als Folge trocknet das Gelenk förmlich aus. Gelenkschmiere und -knorpel verlieren ihre Schmier- bzw. Stoßdämpferfunktion. Verschleißerscheinungen und Gelenkentzündungen sind die Folge. Durch Zufuhr von Glukosaminglykanen kann dieser zerstörende Prozeß gestoppt, vorhandene Schäden teilweise wieder repariert werden.

2. durch den Gehalt an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren bremsen die Bildung von Prostaglandinen, welche für Entzündungen im Gelenksbereich mitverantwortlich sind. Omega-3-Fettsäuren müssen aber über die Nahrung bevorzugt Fisch aufgenommen werden, da der Organismus sie nur bedingt selbst herstellen kann.

3. durch die enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente

Besonders zu erwähnen sind der hohe Gehalt an Kieselsäure, der für gesunde bindegewebshaltige Strukturen in Knochen und Knorpel sorgt, der Gehalt an Selen, das bei bereits entzündeten Gelenken dasselbe vor der Zerstörung durch freie Radikale schützt sowie die Knochenbaustoffe Kalzium und Magnesium in Bezug auf die Gelenkfunktion. Aber auch die anderen Stoffe und Elementen wie Eisen, Zink, Kupfer und Iod wirken indirekt über ihren Einfluß auf den gesamten Stoffwechsel positiv auf die Gelenkfunktion.

Eine Studie an 30 Pferden mit klinischen Anzeichen einer chronischen, degenerativen Gelenkserkrankung im Rahmen einer Doktorarbeit an der Tierärztlichen Fakultät der Universität München kommt zu dem Ergebnis, daß durch die Verabreichung von Muschelkonzentrat über einen Zeitraum von sechs Monaten "eine Verbesserung der klinischen Symptomatik bei Pferden mit degenerativen Gelenkserkrankungen bewirkt werden" konnte.

 

Wichtig ist zwischen Muschelpulver und Muschelextrakt der neuseeländischen Grünlippmuschel zu unterscheiden. Beim Muschelpulver wird das gesamte Muschelfleisch verarbeitet, beim Muschelextrakt nur die biologisch aktiven Bestandteile. Muschelpulver wird aus der erwachsenen (ca. 20cm großen) Muschel gewonnen. Die Muschelschalen werden mit heißem Wasserdampf geöffnet, die Muschelweichteile werden herausgelöst und tiefgefroren. Beim Bedampfen denaturiert ein Teil der biologisch aktiven Substanz, so daß die Wirksamkeit beeinträchtigt wird. Muschelpulver besteht somit aus einem großen Anteil von Muschelfleisch ohne biologische Aktivität und nur aus einem kleinen Anteil von biologisch aktiver Substanz mit reduzierter Wirksamkeit. Es ist daher für die oben genannte Zwecke nicht einsetzbar.

Muschelextrakt wird zu Beginn der Geschlechtsreife, wenn die Muschel ca. 10cm groß ist, gewonnen. Direkt nach der Ernte werden die Muschel zerbrochen und zentrifugiert, wobei nur ca. 5% des gesamten Muschelgewichtes als der Teil der Muschel zurückbleibt, der die gesamte biologische Aktivität enthält. Dieser Extrakt wird sofort eingefroren, gefriergetrocknet und vermahlen, um Aktivitätsverluste zu vermeiden (Freeze Dried Powder). Die Qualität des gewonnen Muschelextraktes kann durch den so genannten "Aktivitätsindex" im Labor ermittelt werden, welcher die Bioaktivität mißt. Der Index liegt normalerweise zwischen Werten von 1,5 bis 3. Ein Vergleich des prozentualen Gehaltes bei fertig zu kaufenden Grünlippmuschelpräparaten macht deshalb nur bei angegebenem gleichem Aktivitätsindex Sinn.

Völlig wirkungslos sind die entfetteten Abfallprodukte, welche bei der Herstellung von Muschelöl aus Muschelpulver-/extrakt zurückbleiben, aber auch an die Futtermittelindustrie verkauft werden.

Die Verabreichung von GAGs in Form von Muschelextrakt ist wohl die bekannteste aber nicht einzig mögliche Form der Zufütterung von GAGs. Inzwischen werden auch Futterergänzungsmittel für Hunde angeboten, die hohe Konzentrationen von GAGs aus Krebstierschalen enthalten.

Das Hinzufügen weiterer Wirkstoffe zum Grünlippmuschelextrakt ist grundsätzlich empfehlenswert, weil die Zusatzstoffe die Wirksamkeit des Präparates verbessern können. Hinzugefügt werden können z.B. Teufelskralle, Brennessel, Zink, Vitamin E, Selen und Algen. Auch Kombinationsprodukte mit Methylsulfonylmethan (MSM) sind möglich.

Schwefel gehört zu den Mineralstoffen, deren Wirkungen im Gegensatz zu denen von Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Zink, Fluor, Jod und Selen weniger erforscht worden sind. Nichtsdestoweniger spielt Schwefel und seine Verbindungen eine wichtige Rolle im Stoffwechsel. Ca. 150 Gramm Schwefel dürften z.B. im Körper des Menschen gebunden sein. Rund 150 verschiedene Stoffwechselprozesse sind von der Verfügbarkeit von Schwefel abhängig. So ist Schwefel entscheidend am Aufbau des Kollagens beteiligt, das als Gerüstprotein im Körper für Festigkeit und Struktur des Bindegewebes, der Sehnen, des Knorpels und der Knochen zuständig ist. Auch die Bildung von Kreatin, aus dem Hufe und Haare zu einem großen Teil bestehen, ist unmittelbar von der Verfügbarkeit von Schwefel abhängig. Einige Vitamine wie Vitamin C, Vitamin H (Biotin) und Vitamin B1 werden über eine Reaktion mit Schwefel aktiviert. Die Aminosäuren Cystin, Cystein und Methionin beinhalten Schwefel. Zahlreiche Enzyme, Hormone und das Immumglobulin M (IgM) des Immumsystem könnten ohne Schwefel im Körper nicht produziert werden. Beim Schwefel handelt es sich demnach wirklich um einen essentiellen und lebensnotwenigen Mineralstoff.

Schwefel wird in Form organischer Schwefelverbindungen wie z.B. MSM mit vor allem frischer, vitalstoffreicher Nahrung aufgenommen. Die zusätzliche Gabe von MSM ist in soweit einer natürlichen Nahrungsergänzung gleichzustellen. Reines MSM ist ein weißes kristallines Pulver, welches in Wasser gelöst ganz leicht bitter schmeckt und von Tieren in Verbindung mit dem gewohnten Futter in der Regel unproblematisch aufgenommen wird.

Was kann diese Zufuhr bei Arthrose bewirken? Da ist einmal der Einfluß des Schwefels auf das Kollagen und damit auf Bindegewebe, Knorpel und Knochen zu nennen. Bei entzündeten Gelenken reduziert MSM den Knorpelabbau, erhöht die Durchblutung und entspannt verhärtete Muskulatur. Zusätzlich versorgt es das Gelenk mit biologisch aktiven Schwefel - entzündete Gelenke weisen niedrigere Schwefelkonzentrationen als nichtentzündete Gelenke auf - und wirkt abschwellend, schmerzlindernd und entzündungshemmend. Der Wirkungsmechanismus für letzteres ist nicht erforscht. Vermutet wird, daß die Wirkung darauf beruht, daß die oxidativen Kräfte am Gelenk und in der Gelenkfüssigkeit reduziert werden (Antioxidians).

Nach einer kurzen Periode der Erhältlichkeit von MSM als Tierergänzungsfuttermittel in Deutschland wurde MSM als Tierergänzungsfuttermittel mit der Begründung, es handele sich um ein Arzneimittel ohne Zulassung verboten. Es mußte deshalb entweder als solches im Ausland oder in Deutschland als chemisches Produkt beschafft werden. Seit einiger Zeit ist es in Deutschland wieder als Tierergänzungsfuttermittel erlaubt, wird aber nicht ganz so verbreitet vertrieben, weil es schon wieder Bemühungen geben soll, es zu verbieten.

An dritter Stelle sind hier die Scharfstoffe (Gingerole) des Ingwers zu erwähnen. Nach neueren Erkenntnissen docken die Gingerole an denselben Rezeptoren der Zelle an wie alle bekannten nichtstereoidalen Schmerzmittel- und Entzündungsmittel, so daß sie eine vergleichsweise entsprechende Wirkung wie diese aufweisen, ohne aber deren bekannte Nebenwirkungen auf den Magen-Darm-Trakt und die Ausscheidungsorgane zu haben. Die Gabe von Ingwer bei Arthrosetieren dient demnach nur der Schmerz- und Entzündunghemmung, keiner vorbeugenden oder reparierenden Behandlung wie beim Muschelextrakt oder MSM, wie dies auch bei den Schmerz- und Entzündungsmittel aus der medikamentösen Therapie der Fall ist. Die Verabreichung von Ingwer anstatt von Schmerzmittel- und Entzündungsmitteln hat den Vorteil, daß Ingwer ohne Nebenwirkungen über einen langen oder gar lebenslangen Zeitraum, wie das gerade bei Arthrosetieren der Fall ist, gegeben werden kann. Darüberhinaus weist Ingwer eine Reihe weiterer positiver Wirkungen wie z.B. Verbesserung von Haut- und Fellbeschaffenheit und Appetitanregung.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Verabreichung von Gelatine. Gelatine ist ein Gerüsteiweiß (Kollagen) - ein Hauptbestandteil der Knochen, Knorpel und des Bindegewebes. Gelatine wird aus kollagenreichem Ausgangsmaterial, im wesentlichen Knochen und Häuten von Schlachttieren, gewonnen. Es handelt sich um ein Protein von geringer biologischer Wertigkeit mit einem hohen Anteil an Hydroxyprolin, Hydroxylysin und Arginin. Zusammen mit der schwefelhaltigen Aminosäure L-Cystin bilden diese Aminosäuren die wesentlichen Ausgangssubstanzen für die Synthese von Kollagen und Proteoglykanen im Knorpelgewebe. Es wird angenommen, dass ein optimales Angebot dieser Aminosäuren dem Knorpelabbau bei der Arthrose entgegenwirkt. Auch neuere Erfahrungsberichte und Ergebnisse von Therapiestudien bestätigen den bereits genannten positiven Effekt von Gelatine bei degenerativen Gelenkerkrankungen am Menschen. Gelatine kann vorbeugend und im Krankheitsfall gegeben werden. Gelatine führt man am besten in Form von Gelatinehydrolysat zu. Im Gelatinehydrolysat liegen die Kollagenbausteine infolge hydrolytischer Spaltung der großmolekularen Gelatine in kurzkettiger Form vor. Dies führt zu einer höheren Verwertbarkeit und Verträglichkeit. Seit dem verstärkten Auftreten von BSE ist Gelatine als Ergänzungsfuttermittel für Tiere zur Verhinderung einer Weiterverbreitung der Krankheit nicht mehr erlaubt gewesen. Man mußte von daher auf für Humanzwecke verfügbares Gelatinehydrolysat zurückgreifen. Inzwischen ist Gelatine für Tiere wieder am Markt erhältlich rein als kaltlösliches Hydrolysat oder als Granulat und als Fertigprodukt in Verbindung mit weiteren für Haut, Fell, Huf oder Gelenke nützlichen Mineralien und Vitaminen (z.B. Zink, Biotin, Vitamin B). Auch Kombiprodukte aus Gelatine mit Muschelextrakt oder gar Gelatine mit Muschelextrakt und Kräutern sind erhältlich. Die Zufütterung von Gelatine hat über einen längeren Zeitraum mindestens drei Monate zu erfolgen.

Ferner sind in der Naturheilkunde einige Kräuter bekannt, denen bei Arthrose lindernde Wirkung zugeschrieben wird. Dazu gehören insbe. die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens, die Weidenrinde (Salix Arten wie Salix Alba L. u.a.) und der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), auch als Zinnkraut bekannt.

Die Teufelskralle stammt aus dem südlichen Afrika, wo sie bei den eingeborenen Stämmen von altersher als entzündungshemmend, schmerzstillend und verdauungsanregend angesehen wurde. Zu beachten ist, daß die Knollen, in denen die aktiven Substanzen vorhanden sind, nicht mit den Wurzeln vermischt werden, da dies die Wirkung herabsetzt. Teufelskralle kann als getrocknete Knolle, in arthroselindernden Kräutermischungen (z.B. kombiniert mit Weidenrinde, Heublumen, Stiefmütterchen und Ulmenspierkraut) und in pelletierter Form erworben und verabreicht werden.

Die Weidenrinde mit ihren beinhalteten Salicylsäureverbindungen ist bekannt für ihre schweißtreibende, schmerzlindernde und entwässernde Wirkung und spielte lange eine wichtige Rolle als Fieber- und Rheumamittel, bis sie durch das bekannte Aspirin ersetzt wurde. Zur Kompensation des damit sauren Charakters der Weidenrinde kann man Natrium bicarbonicum dazu geben.

Ackerschachtelhalm ist reich an Kieselsäure. Durch Kieselsäure wird der Binde- und Stütz-Gewebsstoffwechsel gelenknah angeregt. Dadurch werden Defekte in der Knorpeloberfläche schneller regeneriert. Kieselsäure kann alternativ auch in Form von Kieselgur (=Siliziumdioxyd), auch Diatomeenerde genannt, verabreicht werden. Das ist ein sehr leichtes, hellgraues oder rötliches Pulver, das aus den kieselsäurehaltigen Panzern von einzelligen Kieselalgen besteht.

Weitere in diesem Zusammenhang erwähnte Heilkräuter: Brennessel, Wacholder, Mistel, Rosmarin. Auch Birkenblätter und Birkenblätter(frisch)saft (auch Brennessel-, Wachholder und Zinnkrautsaft) werden bei Arthrose empfohlen, da sie den gesamten Stoffwechsel und insbesondere den Stoffwechsel im Bereich der Gelenke anregen sollen. Kräuter wirken am besten kurmäßig angewendet. Die Dauer einer Kur sollte 4 bis 12 Wochen betragen. Kürzere Verfütterungszeiten sind unwirksam und längere sollten durch anwendungsfreie Intervalle unterbrochen werden.

In der Homöopathie kommen zur Arthrosebehandlung vornehmlich im frühen Entzündungsstadium Bryonia D2-D3, wenn sich das Tier nicht bewegen will, oder ansonsten Nux vomica D6 in Betracht. Sind Abnutzungserscheinungen bereits eingetreten, wird innerlich Rhus toxicondendron und Ruta graveolens zur Verbesserung der Beweglichkeit und zum Verhindern von Exostosen gegeben. Darüberhinaus können noch zahlreiche andere Mittel in Abhängigkeit vom Krankheitsbild und den betroffenen Gelenken eingesetzt werden. Äußerlich können Einreibungen mit Beinwellessenz sowie Umschläge mit Beinwell, Teufelskralle oder Heilerde helfen. Zusätzlich wird bei Arthritis/Arthrose eine Anregung der Stoffwechselvorgänge empfohlen, insbesondere auch der Leberfunktion mit Lycopodium.

Generell gilt, daß für den möglichst erfolgreichen Einsatz der angeführten Mittel ein am Einzeltier ausgerichteter Therapieplan von einem insbesondere im Bereich der Homöopathie erfahrenen Therapeuten zu erstellen ist. Aus diesem Grund sind in den obigen Ausführungen auch weitgehend keine Dosierungen oder Anwendungsdauern genannt worden.

von Matthias Wenzel


 
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