Amor's Geschichten
 
Auf dieser Seite will ich kleine Begebenheiten erzählen, die sich mit Amor ereignet haben.
Natürlich fehlt hier die Situationskomik oder auch Dramatik, aber vielleicht kann man es sich doch etwas vorstellen.





Amor ist verschwunden

Der kleine Schatz war noch nicht lange bei uns, ein munteres, aufgewecktes Kerlchen.
Eines Tages war er verschunden.
Wir suchten in der Wohnung, im Garten, bei den Nachbarn.
Nichts, kein Amor.
Langsam brach Panik aus. Eine gefühlte Ewigkeit war bereits vergangen....

Aus igendeinem Grund (Instinkt, Ahnung?) ging ich in den obersten Stock.
Und was fand ich da? Klein Amor, zusammengerollt auf der Gästecouch, zusammen mit einem Stück getrocknetem Pansen (der mittlereile so richtig schön weiß und glibberig war), und er schlief seelenruhig.
Amor war bis dahin noch nie oben gewesen, Treppen steigen durfte er ja noch nicht. Scheinbar hat ihn die Neugier gepackt, dann aber hat ihn der Mut verlassen, die Treppen wieder runter zu gehen.
Vor lauter Erschöpfung war er dann eingeschlafen. Umso größer war dan die Wiedersehensfreude.




Ein Hund bettelt nicht

Es dauerte nicht lange, und Klein Amor saß neben uns am Eßtisch und schaute uns treuherzig an, frei nach dem Motto:
ein Hund bettelt nicht, er sogrt nur mit seinem Blick, daß es einem selber nicht mehr schmeckt.
Das ging ja gar nicht. Aus einem schlauen Hundebuch hatte ich mir folgenden Rat besorgt: "...geben Sie Ihrem Hund etwas scharfes bei der Bettelei, so wird ihm das Betteln schon vergehen..."
Ich ergriff die Gelegenheit bei unserem nächsten Gulasch beim Schopf: Ein paar Fleischstücke wurden ordentlich mit Tabasco präpariert. Und das gab ich dem Bettler, überzeugt davon, daß er es ausspucken würde und nie mehr an unserem Eßtisch komt.
Aber weit gefehlt. Amor verputze die scharfen Stücke, Tränen liefen ihm über das Gesichtchen, aber er war tapfer und verspeiste alles.
Das Betteln hat dann aufgehört, aber Zeit seines Lebens haben wir am Nachmittag ein Stück Brot (seines vorzugsweise mit Leberwurst) geteilt.




 Kundenbesuch

Es stand ein Kundenbesuch an, und Amor sollte mit, wir wollten ihn noch nicht solange alleine lassen.
Da ich Angst hatte, daß ein kleines Malheur passiert, bin ich zuvor lange mit ihm gegangen. Aber das war ihm egal, er wollte nur schnuppern und schauen, von wegen, daß er sich lösen wollte.
Na gut, dachte ich, dann muß er halt nicht, und steuerte auf das Büro des Kunden zu.
Kaum angekommen, was macht Amor? Ja, genau, stellt sich mitten in den Raum und läßt es laufen........
Es war soviel, daß eine Küchenrolle kaum ausreichte.
Wir waren noch viele Jahre in dieser Firma, auch Amor ging da ein und aus, und bis zum Schluß lachte man noch darüber.




Amor allein zu Hause

Wir waren schon sehr stolz auf unseren Kleinen. Er blieb brav alleine.
Es war mal wieder soweit, wir mußten weg, ohne Amor.
Es dauerte etwas länger, ich machte mir doch langsam Sorgen und wurde ganz nervös.
Aber alle Sorge war unbegründet:
Wir machten die Tür auf, da lag Amor, in "seinem" Sessel. Vor sich am Boden die Fernbedienung, der Fernseher lief. Neben sich eine leere Verpackung von einem der große Marzipan/Nougat Riegel.
Er warf uns einen Blick zu, nach dem Motto: Euch brauche ich nicht, komme wunderbar alleine zurecht.
Unser kleiner Prinz hat es sich gut gehen lassen, in unserer Abwesenheit.




Amor fällt ins Wasser

Es war sein erster Sommer. Ich gehe mit ihm am Flußufer entlang, er springt und tobt neugierig umher, und will, typisch, seine Nase überall reinstecken.
Und diesmal hat er sich den Fluß ausgesucht. Er beugte sich zu weit vor, und PLATSCH, er lag drin. Das Ufer bestand aus festem, harten Sand, recht steil. Er wollte raus, aber der Sand brach unter seinen Pfoten immer wieder ab, er fand keinen Halt. Die Stömung tat ihr übriges.
Zum Glück erwischte ich ihn am Halsband, und zog einen tropfenden, ganz kleinlauten Amor wieder raus.
Er hatte sein gazes Leben lang Angst vor Wasser, ging nur zum Abkühlen, wenn es ganz heiß war, bis zum Bauch rein.




Simulant

Als Amor so im Gras lag, da stach ihn eine Biene in die Pfoten, so richtig zwischen die Zehen. Er schrak auf, quietschte, ich lief sofort zu ihm, kühlte das Bein, streichelte und herzte ihn.
Das schien ihm gefallen zu haben.
Viele Wochen lang hob er, sobald er eine Biene hörte, die Pfote und schaute mich mit seinen großen
dunklen Augen an:
Fraule, ich hab ein Aua, komm, und tröste mich.




Rosenkavalier

Schwiegermutter hatte Geburtstag. Da Amor nun langsam das Apportieren konnte, kam mir eine glänzende Idee:
Er sollte Blumen überbringen.
Gedacht, getan. Vor der Haustür lag ich ihm mit dem Kommando BRING die Blumen ins Maul. Er trug sie auch schön in die Wohnung, ich war ganz stolz.
Dann aber an Schwiegermutter vorbei, achtlos ließ er die bunte Pracht auf den Boden fallen und setzte sich vor den Kühlschrank.
Er wußte ja, da war immer was für ihn drin.
Aber Schwiegermutter wußte die Geste sehr zu schätzen, die Blumen sind getrocknet und erinnern sie heute noch an den Rosenkavalier.




Hund im Baum


Amor jagte gerne Katzen. Wenn es die Örtlichkeit zuließ, lies ich ihm das Vergnügen. Die Katzen verschwanden immer auf einen Baum oder hinter einem Zaun. Amor stand dann immer jammernd davor.
So auch an besagtem Tag. Amor stöberte eine Katze auf, es war weit und breit keine Straße zu sehen, Bäume standen vereinzelt da. So also gab ich ihn frei und er jagte hinterher. Die Katze sprang auf einen Baum und was macht mein Hund????
Ja, er sprang hinterher. Er landete auf dem untersten Ast, in etwa 1 1/2 m Höhe lag er bäuchlings darauf, konnte weder nach vorne oder nach hinten. Vor Schreck die Augen weit aufgerissen starrte er mich an. Ja, klar, Fraule kommt zum retten.
Ich schmiß mein Fahrrad hin und eilte zu meinen hilflosen Kerlchen.
Irgendwie zog ich ihn herunter, der Akt war bestimmt lustig anzuschauen.
Die Katze beobachtete alles von weit oben und lachte bestimmt insgeheim.




Auf der Fährte

Amor war auf der Fährte immer recht gut. Aber ging meist mit hohem  Kopf. Das wird bei VPG nicht so gerne gesehen, obwohl er auch FH's sehr gut suchte, wollte ich, daß er doch den Kopf weiter runter nimmt.
So pflasterte ich die Fährte mit Fleischwuststückchen, die er normalerweise heiß und innig liebte, um ihn zu animieren, mit tiefer Nase zu suchen.
Aber er wollte nicht, schnupperte an den Stückchen rum, ab und zu fraß er gnädigerweise mal eines.
Er schien meine Ungeduld zu merken, er wurde immer "zäher".
Ich wurde langsam wirklich sauer, gab ich mir doch so viel Mühe mit dem Fährtenlegen.
Irgendwan schien Amor die Schnauze voll zu haben, er nahm ein Wuststückchen auf, ging die paar Meter zu mir zurück und spuckte mir die Wurst vor die Füße!
Danach ging er in gewohnter Manier, hoch erhobenen Hauptes, weiter bis zum Ende.

 
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